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Zukunftssicheres Glasfasernetz für Würflach: Großprojekt für rund 840 Glasfaseranschlüsse gestartet

In der Gemeinde Würflach haben die Bauarbeiten für das NÖ Glasfasernetz offiziell begonnen. Durch diesen infrastrukturellen Meilenstein werden in naher Zukunft rund 840 Haushalte und lokale Betriebe an eine moderne, leistungsfähige Internetinfrastruktur angebunden. Das Großprojekt wird von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes realisiert und fungiert als entscheidender Motor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der Region.


Der Gemeinde Würflach ist seit Jahren bewusst, wie entscheidend ein flächendeckender Glasfaserausbau für die zukünftige Entwicklung ist. Entsprechend wurde dieses Ziel konsequent verfolgt. Mit nöGIG wurde nun ein verlässlicher Partner gefunden, der den Vollausbau strukturiert und zügig realisiert. Der Ausbau ist Teil der Breitbandstrategie des Landes, deren Ziel eine möglichst flächendeckende Versorgung mit zukunftssicheren Glasfasernetzen ist. Damit entsteht eine digitale Grundversorgung, die den Anforderungen von Wirtschaft, Bildung und Alltag langfristig gerecht wird.

Schulterschluss für den digitalen Fortschritt
„Mein herzlicher Dank gilt der Gemeinde Würflach, dem Team der nöGIG und ganz besonders der lokalen Bevölkerung. Ein stabiler und schneller Internetzugang darf keine Frage der geografischen Lage sein. Mit Projekten wie hier in Würflach stellen wir sicher, dass ländliche Regionen über dieselben digitalen Entwicklungschancen verfügen wie urbane Zentren. Das stärkt den ländlichen Raum nachhaltig, eröffnet der Jugend neue Perspektiven und sichert dauerhaft die Lebensqualität sowie Arbeitsplätze in der Region“, betont Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.  


Vizebürgermeister Johann Woltron unterstreicht die strategische Relevanz für seine Gemeinde: „Mit dem NÖ Glasfaserausbau setzen wir einen wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Gemeinde. Besonders freut uns, dass die Umsetzung so professionell verläuft und die Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr gut funktioniert. Ein großer Dank gilt auch Gemeinderat Alois Kindlmayer für die koordinierte Abstimmung aller Einbauträger, wodurch wertvolle Synergien genutzt und Kosten optimiert werden konnten.


Eckpunkte der Umsetzung und Zeitplan
Im Rahmen des Ausbaus werden insgesamt etwa 23 Kilometer an neuen Glasfasertrassen im Gemeindegebiet verlegt. Die bauliche Umsetzung erfolgt durch das Generalunternehmen Strabag, wobei das Investitionsvolumen bei rund 3 Millionen Euro liegt. Die ersten Bagger sind bereits im Einsatz; die Tiefbauphase soll planmäßig bis zum Herbst 2026 abgeschlossen werden. Parallel zum Baufortschritt erfolgt die schrittweise Aktivierung der Anschlüsse, sodass die vollständige Inbetriebnahme des Netzes bis zum Frühjahr 2027 realisiert sein wird.


Auch Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, hebt die Langfristigkeit der Maßnahme hervor: „Mit jedem neuen Erschließungsgebiet schaffen wir eine Infrastruktur, die über Generationen hinweg Bestand haben wird. Glasfaser ist keine kurzfristige Überbrückungstechnologie, sondern das Rückgrat für die digitale Entwicklung der Gemeinden Niederösterreichs – heute genauso wie in der Zukunft.“


Offenheit und Nachhaltigkeit in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wird aktuell in rund 200 Gemeinden nach dem Modell Niederösterreich errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt langfristig mehrheitlich im öffentlichen Eigentum und wird von der nöGIG geplant und betrieben. „Unser offenes Netzmodell steht sämtlichen Internetdienstanbietern zu fairen Konditionen zur Verfügung. Das garantiert den Endkunden echte Wahlfreiheit, fördert einen gesunden Wettbewerb und sichert eine stabile Versorgung auf höchstem Niveau“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich.


Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.