Digitaler Meilenstein für Ottenschlag: Baustart für 600 Glasfaseranschlüsse
Mit dem feierlichen Spatenstich setzt die Marktgemeinde Ottenschlag ein deutliches Signal für die Zukunft. Durch den Ausbau des offenen und öffentlichen NÖ Glasfasernetzes werden rund 600 Haushalte und Betriebe mit einer Infrastruktur ausgestattet, die technologisch kaum Grenzen nach oben kennt. 
Die digitale Zukunft der Marktgemeinde Ottenschlag hat offiziell begonnen. Das Projekt, welches die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes umsetzt, stellt einen wesentlichen Pfeiler für die regionale Standortattraktivität dar. Der Ausbau ist fester Bestandteil der Breitband-Strategie des Landes Niederösterreich und sichert eine moderne Grundversorgung auf höchstem Niveau. Möglich wird dieses Vorhaben durch das engagierte Zusammenspiel der Gemeinde, der Bürgerinnen und Bürger sowie der nöGIG – ein Paradebeispiel für zeitgemäße Daseinsvorsorge durch gelungene Kooperation.
Engagierte Kooperation sichert moderne Grundversorgung
„Der Ausbau in Ottenschlag zeigt, wie stark Gemeinden sind, wenn sie gemeinsam mit Land und Bevölkerung an einem Strang ziehen. Eine verlässliche digitale Infrastruktur ist heute eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Bildung und langfristige Stabilität in unseren Regionen“, betont Bundesrat Sebastian Stark in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. 
Auch Bürgermeister Paul Kirchberger sieht im Ausbau einen entscheidenden Fortschritt: „Der Glasfaserausbau ist ein Quantensprung für unsere Gemeinde. Er bringt nicht nur schnelles und stabiles Internet, sondern eröffnet neue Möglichkeiten – von moderner Bildung über Homeoffice bis hin zu digitalen Services im Alltag. Diese Investition stärkt Ottenschlag nachhaltig und macht die Gemeinde fit für die Zukunft.“
Baustart und Zeitplan
Für das Projekt werden rund 30 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Die Umsetzung erfolgt durch das Generalunternehmen Swietelsky. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2 Millionen Euro. Die Tiefbauarbeiten sind bereits im Gange und sollen planmäßig bis zum Sommer 2026 abgeschlossen werden. Die Aktivierung der einzelnen Anschlüsse erfolgt im Anschluss schrittweise bis zum Ende des Jahres 2026.
Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, unterstreicht die Notwendigkeit dieser Schlüsseltechnologie: „Eine leistungsfähige Glasfaseranbindung ist heute eine digitale Grundvoraussetzung – für Homeoffice, Lernen, Telemedizin und Wirtschaft. Mit dem Modell Niederösterreich bringen wir diese Schlüsseltechnologie gezielt in ländliche Regionen und schaffen echte Chancengleichheit.“ 
Offenheit und Nachhaltigkeit in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wird aktuell in rund 200 Gemeinden gebaut oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur verbleibt langfristig mehrheitlich in öffentlichem Besitz und wird von nöGIG geplant und betrieben. „Das NÖ Glasfasernetz steht allen Internetdiensteanbietern offen. Das sichert Wahlfreiheit für Kundinnen und Kunden, fördert Wettbewerb und sorgt für eine verlässliche Versorgung“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich. „Derzeit bieten bereits 26 Provider ihre Dienste über das Netz an – Tendenz steigend.“
Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.