Glasfaserausbau in Gutenstein gestartet: Rund 430 Anschlüsse für die Region
In Gutenstein ist der Ausbau des NÖ Glasfasernetzes angelaufen. Mit dem Start der Bauarbeiten entsteht in der Marktgemeinde eine moderne digitale Infrastruktur, an die künftig rund 430 Haushalte und Betriebe angeschlossen werden. Das Projekt wird von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes Niederösterreich realisiert und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Standorts. 
Der Ausbau erfolgt im Rahmen der Breitbandstrategie des Landes Niederösterreich, die auf eine möglichst flächendeckende Versorgung mit Glasfaser setzt. Ziel ist es, eine leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen, die den steigenden Anforderungen von Wirtschaft, Bildung und Alltag langfristig gerecht wird. Die Umsetzung vor Ort gelingt durch das Zusammenspiel von Gemeinde, Bevölkerung und nöGIG.
Glasfaser als Chance für den ländlichen Raum
„Mein Dank gilt allen Beteiligten – insbesondere der Gemeinde, dem nöGIG-Team und der Bevölkerung. Der Zugang zu leistungsfähigem Internet darf nicht vom Wohnort abhängen. Projekte wie in Gutenstein tragen dazu bei, die digitalen Möglichkeiten im ländlichen Raum weiter auszubauen und gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen. Das stärkt die Region und eröffnet neue Perspektiven für die Menschen vor Ort“, erklärt Abgeordneter zum NÖ Landtag Franz Dinhobl in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Auch Bürgermeisterin Manuela Zak sieht im Ausbau einen wichtigen Schritt für die Gemeinde: „Mit dem Glasfasernetz schaffen wir eine Grundlage für die Zukunft. Eine stabile und schnelle Internetverbindung ist heute unverzichtbar – sowohl für den Alltag als auch für die wirtschaftliche Entwicklung. Damit erhöhen wir die Attraktivität unserer Marktgemeinde nachhaltig.“
Umsetzung und Zeitplan
Im Zuge des Projekts werden rund 17 Kilometer Glasfaserleitungen errichtet. Die Bauarbeiten werden vom Generalunternehmen Strabag durchgeführt, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 1,7 Millionen Euro. Der Tiefbau hat bereits begonnen und soll bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Erste Anschlüsse gehen voraussichtlich im Sommer in Betrieb, die vollständige Aktivierung erfolgt schrittweise bis Frühjahr 2027.
Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, betont die langfristige Perspektive: „Der Ausbau des NÖ Glasfasernetzes ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Wir errichten hier eine Infrastruktur, die weit über die aktuelle Generation hinaus Bestand hat und die technologische Basis für künftige digitale Entwicklungen in den Gemeinden Niederösterreichs bildet.“
Offenes Netz als Grundlage für Wettbewerb
Das NÖ Glasfasernetz wird derzeit in rund 200 Gemeinden nach dem Modell NÖ errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt langfristig überwiegend im öffentlichen Eigentum und wird von nöGIG errichtet und betrieben. „Unser offenes Netzmodell stellt sicher, dass der Wettbewerb direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Durch den diskriminierungsfreien Zugang für alle Internetdiensteanbieter garantieren wir echte Wahlfreiheit und eine Vielfalt an attraktiven Angeboten“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich. 
Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.