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Glasfaserausbau in Langenrohr gestartet: Rund 570 Anschlüsse für die Region

Langenrohr, 20. April 2026– In der Marktgemeinde Langenrohr hat der Ausbau des NÖ Glasfasernetzes begonnen. In den kommenden Monaten werden rund 570 Haushalte und Betriebe an eine leistungsstarke und zukunftssichere Internetinfrastruktur angebunden. Das Projekt wird von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes Niederösterreich umgesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur digitalen Weiterentwicklung der Region.


Der Ausbau ist Teil der Breitbandstrategie des Landes, deren Ziel eine möglichst flächendeckende Versorgung mit zukunftssicheren Glasfasernetzen in Niederösterreich ist. Damit entsteht eine digitale Grundversorgung, die den Anforderungen von Wirtschaft, Bildung und Alltag langfristig gerecht wird. Möglich wird das Vorhaben durch das Zusammenspiel von Gemeinde, Bevölkerung und nöGIG.


Gemeinsamer Einsatz für den Glasfaserausbau
Ein besonderer Dank gilt der Marktgemeinde, dem Team der nöGIG und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Eine verlässliche Internetverbindung ist heute ein wesentlicher Standortfaktor. Projekte wie dieses stellen sicher, dass auch Gemeinden im ländlichen Raum langfristig wettbewerbsfähig bleiben und gleiche Chancen wie urbane Regionen erhalten“, betont Abgeordneter zum NÖ Landtag Bernhard Heinreichsberger in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.


Bürgermeister Leopold Figl unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde: „Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Marktgemeinde. Schnelle und stabile Verbindungen eröffnen neue Möglichkeiten für Betriebe, Bildung und den Alltag der Menschen und stärken damit nachhaltig die Attraktivität unseres Standorts.“


Vizebürgermeister Gerhard Figl, der den Glasfaserausbau in der Gemeinde federführend begleitet hat, ergänzt: „Mit dem Baustart wird ein wichtiges Infrastrukturprojekt Realität, das wir in der Gemeinde intensiv vorbereitet haben. Der Glasfaserausbau schafft Planungssicherheit und neue Perspektiven für Langenrohr.“


Projektumfang und Zeitplan
Im Rahmen des Projekts werden rund 20 Kilometer Glasfaserleitungen errichtet. Die Umsetzung erfolgt durch das Generalunternehmen Porr, das Investitionsvolumen liegt bei etwa zwei Millionen Euro. Die Bauarbeiten sind bereits angelaufen und sollen bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Die ersten Anschlüsse werden voraussichtlich ab Herbst 2026 aktiviert, die vollständige Inbetriebnahme ist bis Herbst 2027 vorgesehen.


Auch Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, hebt die langfristige Relevanz hervor: „Glasfaser ist die Basis für eine nachhaltige digitale Entwicklung. Mit jedem neuen Ausbaugebiet schaffen wir eine Infrastruktur, die über viele Jahre hinweg leistungsfähig bleibt und den steigenden Anforderungen gerecht wird.“


Offenheit und Nachhaltigkeit in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wird aktuell in rund 200 Gemeinden nach dem Modell Niederösterreich errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt langfristig mehrheitlich im öffentlichen Eigentum und wird von der nöGIG geplant und betrieben.„Als offenes Netz steht sie allen Internetdiensteanbietern gleichermaßen zur Verfügung. Dadurch entsteht Wettbewerb, der zu mehr Auswahl, transparenten Angeboten und langfristig stabilen Leistungen für Kundinnen und Kunden führt“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich. Aktuell sind bereits 26 Anbieter am Netz aktiv – Tendenz steigend.


Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.