Startschuss für die digitale Zukunft in Drösing: 630 Haushalte erhalten Zugang zum NÖ Glasfasernetz
Drösing, 11. Mai 2026– Die Marktgemeinde Drösing setzt einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft: Die Bauarbeiten für die neue NÖ Glasfaserinfrastruktur haben offiziell begonnen. In den nächsten Monaten werden etwa 630 Haushalte und Gewerbebetriebe an das leistungsfähige Glasfasernetz angeschlossen. Dieses bedeutende Vorhaben wird von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes realisiert und sichert die langfristige digitale Konnektivität der Region. 
Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Breitbandstrategie des Landes Niederösterreich, die darauf abzielt, eine möglichst flächendeckende und zukunftssichere Netzversorgung sicherzustellen. Dadurch wird eine essenzielle digitale Grundversorgung geschaffen, die den modernen Ansprüchen in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Privatleben gerecht wird. Der Erfolg dieser Initiative basiert maßgeblich auf der engen Kooperation zwischen der Gemeinde Drösing, der lokalen Bevölkerung und nöGIG.
Gemeinsamer Einsatz für den Glasfaserausbau
„Mein Dank gilt der Marktgemeinde Drösing und nöGIG für die professionelle Vorbereitung dieses Großprojekts. Wir sehen heute deutlicher denn je, dass eine leistungsfähige digitale Infrastruktur das Rückgrat für einen lebendigen ländlichen Raum bildet. Indem wir hier investieren, sichern wir die Chancengleichheit für unsere Regionen und sorgen dafür, dass Drösing als Wohn- und Wirtschaftsstandort auch für kommende Generationen attraktiv bleibt“, betont Abgeordneter zum NÖ Landtag René Lobner in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Bürgermeister Robert Weiser unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde: „Mit der Errichtung des Glasfasernetzes schaffen wir das notwendige Fundament für das weitere Wachstum unserer Gemeinde. Schnelle und zuverlässige Datenverbindungen bieten unseren Betrieben, Bildungseinrichtungen und jedem einzelnen Haushalt völlig neue Perspektiven und steigern die Attraktivität Drösings als Wohn- und Arbeitsstandort nachhaltig.“ 
Projektumfang und Zeitplan
Für die digitale Erschließung der Gemeinde werden insgesamt rund 17 Kilometer an Glasfaserleitungen neu verlegt. Die technische Umsetzung verantwortet das Generalunternehmen Swietelsky, wobei ein Investitionsvolumen von circa zwei Millionen Euro veranschlagt ist. Die Bauphase ist bereits im Gange und soll bis November 2026 abgeschlossen werden. Erste Haushalte können voraussichtlich ab Herbst 2026 ihre neuen Anschlüsse nutzen; die komplette Fertigstellung des Netzes ist für Mai 2027 geplant.
Auch Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, hebt die langfristige Relevanz hervor: „Der heutige Baustart ist eine Investition in die technologische Souveränität der Gemeinde. Während herkömmliche Netze oft an ihre Grenzen stoßen, bietet die echte NÖ Glasfaser nahezu unbegrenzte Kapazitäten für die Datenmengen der Zukunft. Wir bauen hier nicht nur Leitungen, sondern schaffen eine verlässliche und nachhaltige Lebensader, die über Jahrzehnte hinweg höchste Performance garantiert.“
Offenheit und Nachhaltigkeit in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wird aktuell in rund 200 Gemeinden nach dem Modell Niederösterreich errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt langfristig mehrheitlich im öffentlichen Eigentum und wird von nöGIG geplant und betrieben.„Als offenes Netz konzipiert, steht die Infrastruktur allen Internetanbietern zu gleichen Bedingungen offen. Dieser faire Wettbewerb sorgt für eine breite Auswahl an Tarifen, transparente Konditionen und hohe Leistungsstandards für alle Nutzerinnen und Kunden“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich. Derzeit können Kunden bereits aus den Angeboten von 26 aktiven Internetdiensteanbietern wählen.
Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 150.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.