Startschuss in Meiseldorf: NÖ Glasfaser für 340 Haushalte und Unternehmen
Die Gemeinde Meiseldorf stellt die Weichen für die digitale Infrastruktur von morgen: Mit dem feierlichen Spatenstich geht der Ausbau des NÖ Glasfasernetzes in die nächste Runde. In den kommenden Monaten erhalten rund 340 Haushalte sowie ansässige Betriebe direkten Zugang zu einer zukunftssicheren Anbindung. Umgesetzt wird das Infrastrukturprojekt von der landeseigenen Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG). Damit sichert die Region ihre digitale Anbindung nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte. 
Dieser Baustart schließt eine wichtige Lücke in der regionalen Erschließung: Während in den Katastralgemeinden Maigen und Kattau bereits in der Vergangenheit das NÖ Glasfasernetz durch nöGIG erfolgreich realisiert wurde, wird mit dem aktuellen Vorhaben nun das gesamte Gemeindegebiet (Klein-Meiseldorf und Stockern) komplettiert. Es ist ein zentraler Baustein der Breitbandinitiative des Landes Niederösterreich, die eine verlässliche Highspeed-Versorgung auch im ländlichen Raum garantiert. Die neue Infrastruktur schafft die Basis für einen starken Wirtschaftsstandort, moderne Bildungsangebote und mehr Lebensqualität im privaten Alltag. Dass der finale Ausbau plangemäß starten kann, ist das Ergebnis der engen Kooperation zwischen der Gemeinde Meiseldorf, der engagierten Bevölkerung und dem Team der nöGIG.
Gemeinsamer Einsatz für den Glasfaserausbau+6
„Ein moderner Glasfaseranschluss gehört heute genauso zur Grundversorgung wie Strom oder Wasser. Der Ausbau in Meiseldorf stellt sicher, dass unsere Region bei der Infrastruktur auf demselben Niveau wie die Städte bleibt – das ist ein klares Signal des Landes für Chancengleichheit und Lebensqualität im ländlichen Raum“, betont der Abgeordnete zum NÖ Landtag Franz Linsbauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. 
Bürgermeister Nikolaus Reisel betont den praktischen Nutzen für die Bevölkerung: „Mit dem NÖ Glasfasernetz schaffen wir eine verlässliche Voraussetzung für den Alltag im Ort. Egal ob Homeoffice, Schule oder die tägliche Arbeit in unseren lokalen Betrieben – schnelles und stabiles Internet macht Meiseldorf als Wohn- und Arbeitsort einfach noch ein Stück attraktiver.“ 
Projektumfang und Zeitplan
Für die flächendeckende Erschließung im Gemeindegebiet werden insgesamt rund 12 Kilometer Glasfaserkabeln verlegt. Mit der fachgerechten Bauausführung wurde das Bauunternehmen Held+Francke beauftragt. Das Investitionsvolumen von etwa einer Million Euro fließt somit direkt in die regionale Wertschöpfung. Die Tiefbauarbeiten sind bereits im Gange und sollen bis zum Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme erfolgt schrittweise: Erste Anschlüsse gehen bereits ab September 2026 ans Netz, die vollständige Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für März 2027 vorgesehen.
Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, betont die technische Relevanz: „Der heutige Baustart bedeutet für Meiseldorf echte technologische Unabhängigkeit. Wo herkömmliche Kupferleitungen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, sichert die Glasfaser bis ins Wohnzimmer nahezu unbegrenzte Bandbreiten für künftige Anforderungen. Wir bauen hier eine krisenfeste Infrastruktur, die auf Jahrzehnte hinaus Höchstleistung garantiert.“ 
Neutrale Netze in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wächst kontinuierlich und ist mittlerweile in über 200 niederösterreichischen Gemeinden in Bau oder bereits in Betrieb. Ein wesentlicher Vorteil für die Bevölkerung: Die Netzinfrastruktur verbleibt mehrheitlich im Eigentum des Landes Niederösterreich und sichert so eine langfristige Daseinsvorsorge. Durch das „Open Access“-Prinzip steht das Netz allen Telekommunikationsanbietern zu gleichen Bedingungen offen. Dieser freie Wettbewerb garantiert den Endkunden Transparenz, faire Tarifmodelle und eine große Anbieterauswahl – derzeit stehen bereits Internettarife von 26 unterschiedlichen Dienstleistern zur Verfügung.
Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 140.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.